Zur Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr in Pockau 1895 – 1995

In früheren Zeiten gab es keinen organisierten Feuerlöschdienst und auch keine Brandschutzversicherung, obwohl die Fachwerkhäuser mit ihren Strohdächern sehr leicht ein Raub der Flammen werden konnten.

1719 erließ der Kurfürst von Sachsen erstmalig eine Brandschutzverordnung, in der viele Anweisungen über die Bereitstellung von Löscheimern, Wasserkannen, Feuerhaken, Äxten, Haken und Handspritzen erfolgte. Ferner wurde das Verbot, mit offenen Licht auf Heuböden zu gehen, ausgesprochen. Der Nachtwächter, dessen Amt reihum ging, behütete durch Kontrollgänge nachts das Dorf und steckte morgens seinen Spieß dem Nachbarn, seinem Nachfolger, vor die Tür.
„Durch Schaden wird man klug !“ Dieses Sprichwort bewahrheitet sich bei der Entwicklung des Feuerlöschdienstes in Pockau in vollem Maße.
56 Jahre vergingen, ehe nun diese Landesverordnung verwirklicht wurde. Erst nachdem das Bauernhansgut völlig niedergebrannt war, stellte man 1775 eine Dorffeuerordnung auf und errichtete einen hölzernen Schuppen, wo die erwähnten Feuerlöschgeräte aufbewahrt wurden. Schlimm war es um die Brandgeschädigten bestellt. Das einzige, was die Gemeinde für sie tat, war, dass sie ihnen einen Brandbrief ausstellte. Nun zogen sie, oft mit der ganzen Familie, damit von Ort zu Ort und appellierten an das Mitleid der Menschen, um sich durch jahrelanges Betteln wieder etwas zusammenzuraffen. Das war ihre einzige Möglichkeit, da es in den feudalistischen Fürstenstaaten keinerlei soziale Einrichtungen gab. Bei den vielen Bränden durch Blitzeinschläge oder durch Unvorsichtigkeit beim Umfang mit dem Kienspan bildeten die Bewohner eine Eimerkette, um das Wasser aus der Pockau zur Feuerstelle zu befördern. Doch damit konnte man nur kleine Brandherde bekämpfen. Die Handspritze war demgegenüber schon ein technischer Fortschritt. Aber wie selten funktionierte sie. Der Schlauchhalter wurde meist ebenso nass wie das Dach, wohin der Strahl gerichtet war. Die Notwendigkeit einer besseren Feuerbekämpfung wurde im 19. Jahrhundert immer dringlicher.
1821 schritt Pockau endlich zur Gründung einer sogenannten Spritzenkasse, in die Spenden aus der Bevölkerung und die geringen Überschüsse aus dem Gemeindehaushalt hineinwanderten.
1824 wurde der baufällige Feuerlöschschuppen massiv gebaut, welcher sich jenseits der Straße befindet und zur Unterstellung der ersten Handdruckspritze diente.
Um Geld zu sparen, beschloss die Gemeindeobrigkeit, die Teile zu einer Handdruckspritze einzeln zu kaufen und sie vom Ortsschmied und einem fremden Stellmacher zusammenbauen zu lassen.
Man benötigte eine starke Mannschaft zur Bedienung dieser Spritze, die von 1826-1895 in Betrieb war und im Kreis einen guten Ruf hatte. Oft musste die Mannschaft in die Nachbarorte ausrücken und war gern gesehen. Auch in Görsdorf war eine eigene Feuerspritze vorhanden. Noch immer geschah die Bedienung auf freiwilliger Grundlage.

Das größte Feuer wütete am 19.09.1895, als durch vermutlichen Funkenflug 16 Gebäude ein Raub der Flammen und 12 Familien obdachlos wurden. Erst jetzt besann man sich, wieder etwas für das Feuerlöschwesen zu tun und gründete am 9. Oktober 1895 die Freiwillige Feuerwehr Pockau.

Als nun auch eine Feuerversicherung ins Leben trat und alle Häuser versichert wurden, bekam die Feuerwehr bald reichlich Arbeit. So mancher sah die Zeit gekommen, um sein altes, baufälliges Häuschen gegen ein neues Haus einzutauschen. Der Funkenflug durch die vorbeifahrende Eisenbahn gab jederzeit einen stichhaltigen und glaubwürdigen Beweis, um eine eigene Brandstiftung zu verschleiern.

Um 1900 legte ein Hausbesitzer fünfmal ein Brändchen auf dem Oberboden an, doch jedes Mal löschte ein alter Hausbewohner das Feuerchen wieder aus, wobei er sich die Feindschaft seines Hauswirtes zuzog. So musste dieser schließlich das Gebäude abreißen, ohne eine Entschädigung zu erhalten. Diesem Unfug der Brandstiftung wurde durch gründliche Untersuchungen bald Einhalt geboten.

1904 wurde das alte Gerätehaus erbaut. Es war bis 1910 Sitz der Gemeindeverwaltung, später war hier die Freibank für den Fleischverkauf untergebracht. In der oberen Etage befindet sich eine Wohnung.
Die Entwicklung im Ort Pockau verlangte bald einen besseren Schutz vor Brandgefahren. Da die Handhabung und Bedienung der alten Handdruckspritze sehr schwerfällig war, wurde im Jahr 1932 ein gebrauchtes Auto vom Typ Wanderer gekauft. Durch die Kameraden wurde dieses Fahrzeug zu einer Mobilspritze umgebaut.
Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 kamen spürbare Veränderungen. „Laut einer Verordnung des Ill. Reiches mussten sich kleine Orte mit Größeren zusammenschließen.
So wurde Görsdorf 1934 nach Pockau eingemeindet, auf dem Fuße folgten auch die Zusammenschlüsse von Organisationen und Vereinen.

Die beiden bisher selbständigen Freiwilligen Feuerwehren von Pockau und Görsdorf mussten sich vereinen als Löschzug I – Pockau und Löschzug II – Görsdorf

Der Nazistaat nahm starken Einfluss auf die FFW. Er erweiterte ihr Aufgabengebiet und ihre Einsätze und betrachtete sie als eine halbmilitärische Formation. Alle Mitglieder aus ehemaligen Arbeiterparteien waren zu entfernen.
1939 wurde ein Audi von einer Pockauer Firma abgekauft und zu einer Mobilspritze umgebaut. Es löste die Mobilspritze vom Typ Wanderer ab.
In jedem Haus waren Feuerpatschen anzufertigen, um damit Brandbomben zu löschen. Die Keller waren durch Versteifungen mit Holzstämmen als Luftschutzräume auszubauen.
Die Verdunklung musste streng überwacht werden, damit kein Lichtstrahl durch die Fenster nach außen dringen konnte.
Nach Kriegsende erhielten beide Löschzüge ihre Selbständigkeit zurück. In beiden Weltkriegen hatte es unter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an den Fronten große Verluste gegeben.
Beide Wehren waren arg zusammengeschmolzen. Auch ihre Ausrüstung und ihr Fuhrpark entsprachen nicht mehr den Erfordernissen der neuen Zeit. Am Kriegsende hatte die Deutsche Wehrmacht überall ihre Ausrüstung, Uniformen und Waffen weggeworfen oder im Wald versteckt. Autos und Lkw`s lagen in den Straßengräben.
Durch Eigeninitiative einiger Feuerwehrleute wurden brauchbare Fahrzeuge geborgen und neu aufgebaut.
So machten die Pockauer Kameraden ein Löschfahrzeug LF 25 vom Typ Henschel mit Mannschaftsbesetzung (10 bis 12 Mann) in vielen Stunden freiwilliger Arbeit wieder einsatzbereit.
Nach 1946 wurden mehrere Umbauten am Gerätehaus vorgenommen. Die Tore zur Straßenseite wurden zugemauert und große Tore in die Stirnseite des Gerätehauses eingebaut, um genügend Platz zum Aufbau des LF 25 und zur Unterstellung des Audis zu haben. Die LF 25, da sie für unsere Verhältnisse zu unökonomisch war, wurde gegen eine LF 15 vom Typ Opel 1.3 eingetauscht.
Nach 1948 richtete die Kreisverwaltung im Gasthof Pockau eine Berufsfeuerwehr ein. Um diese auszurüsten, wurde das LF 15 der Freiwilligen Feuerwehr Pockau, kurze Zeit später auch der Audi abgezogen. Nun besaß die Freiwillige Feuerwehr Pockau kein Löschfahrzeug mehr, was sich eines Tages negativ auswirkte.
Bei einem schweren Gewitter kam es zum Blitzeinschlag in ein Wohnhaus. Die Kameraden mussten ihre Löschgeräte auf Handwagen packen und damit zum Einsatzort ausrücken.
Zum Glück war es nur ein kalter Blitzeinschlag, so dass keine Löschmaßnahmen erforderlich waren. Aus diesem Anlass erhielt die FFW Pockau ihren Audi umgehend wieder zurück.
Im September 1951 verlegte man die Berufsfeuerwehr nach Marienberg und das LF 15 wurde nach harten Auseinandersetzungen mit der Kreisbehörde wieder in den Bestand der FFW Pockau zurückgegeben.
In freiwilliger Arbeit wurde durch die Kameraden im Erdgeschoß des Gerätehauses ein Mannschaftsraum eingebaut, ebenso wurde der alte Steigerturm abgerissen. Durch Holzspenden einiger Bauern war es möglich, einen neuen 13 Meter hohen Steigerturm zu bauen. Dadurch war Platz für ein Schlauch-, Ersatzteil- und Uniformlager entstanden. Durch eine staatliche Anordnung wurden im März 1958 die
Feuerwehren in Wirkungsbereiche zusammengefasst. Die Wirkungsbereichsleitungen dienten als Bindeglied zwischen den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren und der Abteilung Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern sowie der staatlichen Organe der Kreise.
Es entstand auch ein Wirkungsbereich Pockau. Dazu gehörten die Wehren Görsdorf, Lengefeld, Wünschendorf, Sorgau und Pockau. Die FFW Sorgau wechselte später in den Wirkungsbereich Zöblitz. Jede
Freiwillige Feuerwehr im Wirkungsbereich hatte einen Kameraden als Vertreter in der Wirkungsbereichsleitung, wobei der Leiter immer aus dem eigenen Mannschaftsbestand kam.
Anfang 1960 wurde nochmals der Mannschaftsraum verändert, um Platz für den Einbau einer Zentralheizung zu schaffen. Die rechte Seite des Gerätehauses wurde aufgestockt und somit die schon vorhandene Wohnung vergrößert. Durch die industrielle Entwicklung sowie die Anhäufung der nächtlichen Einsätze begann man ein Notstromaggregat 15 kW in Eigenleistung aufzubauen, das sich auch über die Ortsgrenzen hinaus bewährt hat.
Ende 1962 bekam die FFW Pockau ein neues Löschfahrzeug vom Typ K 30 Garant, welches im Rahmen der Brandschutzeinheiten (Zivilschutz) des Kreises mit eingesetzt wurde.
1963 bekam die Wirkungsbereichsleitung Pockau ein Krad BK, dieses wurde 1968 durch einen PKW F 9 ausgetauscht. Das führte zu Problemen mit der Unterstellung, da das Gerätehaus zu klein war.
Die Leitungen der Wehr sowie des Wirkungsbereiches mussten nach Unterstellmöglichkeiten suchen. Hilfsbereite Privatpersonen stellten geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.
1970 beging die Freiwillige Feuerwehr Pockau in würdiger Form ihr 75-jähriges Bestehen. Auch für die Bevölkerung des Ortes stellte es einen Höhepunkt dar.
Laut dem Brandschutzgesetz und mit der Einführung der Verhaltensanordnung Brandschutz waren die Feuerwehren angewiesen, Brandschutzkontrollen in den Betrieben, der Landwirtschaft und im
Handwerk durchzuführen. Sehr unbeliebt bei der Bevölkerung waren die jedes Jahr im November durchgeführten Kontrollen im Wohnbereich. Es wurden viele Mängel im Brandschutz festgestellt, die Beseitigung dieser bewahrte jedoch die Bewohner vor Bränden und Brandschaden.
1974 bekam die Wirkungsbereichsleitung einen PKW Kübel vom Typ P 3. Ein Jahr später erhielt die FFW Pockau eine Anhängeleiter AL 18. Der Platz im Gerätehaus war aber immer noch nicht ausreichend,
diese Technik musste ebenfalls bei Privatpersonen untergestellt werden. Es stand Wiederum die Frage über den Neubau eines modernen Gerätehauses zur Diskussion.
Zunächst wurde 1979 die Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer gegründet. Endlich hatten die feuerwehrinteressierten Schüler die Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen.
Zu Beginn waren 18 Schüler im wahrsten Sinne mit Feuereifer dabei. Die FFW Pockau sollte nun anstelle des Garant K 30 ein genormtes Löschfahrzeug LF 8 – STA vom Typ LO Robur erhalten.
Dies scheiterte am Anfang an der Unterstellmöglichkeit. Ein Umbau des vorhandenen Gerätehauses war nicht möglich und man unternahm 1983 einen erneuten Anlauf in Richtung Gerätehausneubau.
Der Weg vom Gedanken des Baues bis zur Fertigstellung war sehr steinig, aufopferungsvoll und schwer. Viele Objekte wurden in Augenschein genommen, die für den Aus- und Umbau eventuell in Frage kamen. Die engere Wahl fiel auf den ehemaligen Bullenstall und die Scheune im Gericht sowie den Stall und die Scheune im Motsgut. An einen Neubau war nicht zu denken, weil die entsprechenden finanziellen Mittel fehlten. Eine Genehmigung zum Bau eines neuen Gerätehauses wäre durch staatliche Stellen niemals erfolgt. Nach sehr vielen Besprechungen, mehreren Anträgen und teilweise harten
Auseinandersetzungen wurde ein Um- und Ausbau genehmigt. Der Rat der Gemeinde Pockau kaufte zu diesem Zweck die Scheune vom Gericht. Am 1. Mai 1984 begann der Bau, für den nicht eine Mark aus dem Staatshaushalt verwendet wurde. Undenkbar und undurchführbar wäre die gesamte Baumaßnahme ohne die tatkräftige Unterstützung der Betriebe und Einrichtungen sowie der Handwerker des Ortes gewesen. Auf der Grundlage von abgeschlossenen Kommunalverträgen stellten sie 442.800,00 Mark finanzielle Mittel und etwa
370.000,00 Mark materielle Leistungen bereit.
Die Hauptarbeit lag jedoch bei den Kameraden. In der Regel gab es in der Woche zwei Bautage; samstags und am Donnerstag nach der Arbeit. Es musste, um voran zu kommen, oft bis in die Nacht hinein gearbeitet werden. Durchschnittlich waren an den Bautagen 25 bis 30 Kameraden bei der Arbeit. Wenn es das Baugeschehen verlangte, musste auch ein dritter und vierter Bautag in der Woche eingeschoben werden. Die Kameraden der FFW und weitere Helfer vollbrachten hervorragende Leistungen, zum Beispiel während der notwendigen Abbrucharbeiten, bei der Sanierung der alten Scheune und der Erhaltung der Dachkonstruktion. Beim Bau der Grund- und Umfassungsmauern, dem Einbau der Decken und der drei Garagen für die Löschfahrzeuge wurden zahlreiche Initiativen der Beteiligten sichtbar.
Bereits nach einem Jahr war der Garagenteil fertig und konnte bezogen werden. Das neue Löschfahrzeug LF 8 – STA hatte nun endlich eine neue geeignete Unterbringung gefunden und wurde der Wehr feierlich zur Garagenfertigstellung übergeben. Viel Engagement erforderte nochmals der Einbau der Sanitäranlage und das Aufbringen des Außenputzes sowie die Erbauung des 13,60 Meter hohen Schornsteins.
Das Obergeschoß wurde zu einem Schulungsraum und einem Wehrleiterzimmer ausgebaut. Außerdem fand noch ein kleines Sitzungszimmer und eine Küche Platz.

Viele Kameraden hatten vorher keine große Ahnung vom Bauhandwerk, sie waren jedoch gute Lehrlinge und aktive Mitstreiter.

Am 03. Juni 1988 konnte das Gerätehaus übergeben werden. Durch die Kameraden der FFW Pockau wurden rund 21.500 Arbeitsstunden geleistet.
Es wurde ein Wertumfang von ca. 1,5 Millionen Mark geschaffen. Während dieser vier Jahre Bauzeit verblieben für die Kameraden und ihre Familien wenig gemeinsame Stunden. Besonderes Verständnis mussten die Ehefrauen und Bräute der Kameraden aufbringen. Es war eine sehr harte, aber auch erlebnisreiche und schöne Zeit. Alle beteiligten Kameraden sind stolz auf das selbsterbaute Gerätehaus.
Der Bau wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht gemeinsam konstruktiv und kameradschaftlich zwischen Bürgermeister Osmar Rauner – Rat der Gemeinde Pockau, der Wehrleitung, den Betrieben und den Handwerkern an dieser Aufgabe gearbeitet worden wäre.
Die harten Stunden und die teilweise lustigen Erlebnisse während der Bauphase haben wesentlich zur Festigung des Kollektivs der Kameraden in der Feuerwehr geführt.
Anfang 1989 musste die Wehrleitung kurzfristig eine Entscheidung über einen Fahrzeugtausch treffen. Als Angebot stand, das Löschfahrzeug LF 8 – STA vom Typ Robur LO gegen ein Löschfahrzeug LF 16 vom Typ W 50 zu tauschen. Letztendlich überwogen die Vorteile, vor allem in der Ersatzteilbeschaffung, sich für das LF 16 zu entscheiden. Mit der politischen Wende erweiterte sich auch das Einsatzgebiet der Feuerwehr. Es häuften sich die Einsätze bei Verkehrsunfällen, vor allem mit eingeklemmten Personen. Aus diesem Grund erhielt die Freiwillige Feuerwehr Pockau einen Hilfsrüstwagen vom Typ Robur LO, mit Spreizer, Schere und weiteren technischen Geräten. Diese Ausrüstung war und ist eine unschätzbare Bereicherung. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands gibt es die Brandschutzkontrollen im
Wohnbereich nicht mehr. Die Brandverhütungsschauen werden in den Betrieben, dem Gewerbe sowie in den öffentlichen Bereichen durchgeführt. Die Freiwillige Feuerwehr kann durch den Bürgermeister mit weiteren Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz beauftragt werden.

Zu einem Dienst erhielten wir Besuch von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter – Löschgruppe Ittenbach, bei Bonn. In einem kameradschaftlichen Gespräch stellte sich heraus, dass die Löschgruppe Ittenbach auf Grund ihrer Autobahnbetreuung ein neues Löschfahrzeug erhält. Somit wurde ein Tanklöschfahrzeug vom Typ Magirus mit 2700 Liter Wasser sowie Ausrüstung frei.

Durch die kameradschaftliche und intensive Unterstützung der Löschgruppe Ittenbach gelang es uns, im März 1992 dieses Tanklöschfahrzeug zum Vorzugspreis „Aufbau Ost“ zu erstehen. Somit wurden

erstmalig in Pockau effektive Voraussetzungen für die Brandbekämpfung und die Absicherung von Unfallstellen zu jeder Tages- und Nachtzeit geschaffen.

Die Übergabe des TLF 16/25 in Pockau wurde in würdiger Form mit den Kameraden der Löschgruppe Ittenbach gefeiert und stellte die Grundlage für eine langfristige kameradschaftliche Beziehung dar.

Der Hilfsrüstwagen LO erfüllte nicht die an ihn gestellten Bedingungen, da er äußerst störanfällig war. Aus diesem Grund beschloss der Feuerwehrausschuss sowie der Gemeinderat Pockau, eine einsatzsichere Ersatzlösung zu schaffen. Dazu erhielten wir die Unterstützung vom Landratsamt Marienberg. Im Frühjahr 1993 stellten wir einen Vorausrüstwagen vom Typ Mitsubishi Pajero in den Dienst. Mit diesem Fahrzeug erreichen wir den Einsatzort schneller, was sich positiv für die in Not geratenen Personen auswirkt. Trotzdem ist es für uns wünschenswert, dass dieses Fahrzeug so wenig wie möglich zum Einsatz kommt.

Was von Seiten der FFW Pockau nicht vernachlässigt wurde, war die Weiterarbeit mit der AG Junge Brandschutzhelfer, welche am 26.11.91 in die Jugendfeuerwehr umgewandelt wurde.

Zu dieser Zeit umfasste diese 15 Mitglieder. Jeweils einmal im Jahr stellen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr beim Kreisausscheid ihr Wissen und Können im harten Wettkampf unter Beweis. So konnten die Kameraden der Jugendfeuerwehr in den letzten Jahren in verschiedenen Altersklassen vordere Plätze belegen. Ein Ausdruck dafür, dass Theorie, Ausbildung und Praxis die

Voraussetzungen dafür sind, die Erfordernisse im feuerwehrtechnischen Dienst der heutigen Zeit zu erfüllen.

Nicht zu vergessen sind neben der aktiven Feuerwehrarbeit auch die Angehörigen und Freunde der Kameradinnen und Kameraden ohne deren Verständnis und Unterstützung manches nicht möglich wäre.

Wie oft tragen ihre kleinen Handgriffe zum schnelleren Ausrücken im Ernstfall bei. An dieser Stelle möchten wir ihnen unseren besonderen Dank aussprechen.

Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr leisten einen uneigennützigen Dienst und sind zur Stelle, wo immer sie gerufen werden.

Nur 200 Jahre umfasst die Übersicht der Entwicklung des Feuerlöschwesens und doch zeigt sich eine erstaunliche Veränderung, die nur all zu oft als selbstverständlich hingenommen wird.

 

 

Zurzeit sind 37 Kameradinnen und Kameraden im aktiven Dienst, 13 Jugendfeuerwehrmitglieder (im Alter zwischen 8 und 17 Jahren) und 12 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung tätig.

  • Ausbildung der Einsatzabteilung: Donnerstags 19:00 Uhr (14-tägig)
  • Ausbildung der Jugendfeuerwehr: Freitags 17:00 Uhr (wöchentlich)
  • Dienst der Altersabteilung: Donnerstags 19:00 Uhr (aller 4 Wochen)

(Stand: März 2019)

 

 

Mit dieser Seite wollen wir das Interesse des Einen oder Anderen für unsere Tätigkeit wecken. Kameradschaft und Teamgeist gehören genauso dazu wie die Vielfältigkeit unserer Einsätze, aber auch deren dazugehörige Ausbildung.

Auch unsere Jugendfeuerwehr freut sich natürlich sehr darüber, neue Kameradinnen und Kameraden in ihren Reihen begrüßen zu dürfen.
Wenn Interesse besteht, freuen wir uns Sie zum Feuerwehrdienst zu sehen.

In diesem Sinne ein „Gut Wehr!“.